Filmforum im Museum Ludwig

4. Juli 2012
19 Uhr


Das Herz von Jenin

Deutschland 2008
89 Minuten
Originalfassung mit Untertiteln
Regie: Marcus Vetter und Lior Geller  

Anschließend Gespräch mit dem Filmemacher Marcus Vetter

Ahmed Khatib war zwölf Jahre alt, als er erschossen wurde. Der Junge aus der autonomen palästinensischen Stadt Dschenin war mit einer Plastikmaschinenpistole unterwegs.

Diese sah so echt aus, dass ihn israelische Soldaten für einen Terroristen hielten. Ahmeds Vater Ismael hat die Organe seines Sohnes spenden lassen. Herz, Nieren, Leber und Lunge, an sechs Patientinnen und Patienten in Israel. Der Fall hat Ende 2005 für ein großes Medieninteresse gesorgt.

Der deutsche Filmemacher Marcus Vetter und sein israelischer Kollege Lior Geller begleiten in "Das Herz von Jenin" Ismael Khatib auf einer Reise zu drei der fünf Kinder, die die Organe des Jungen aus Jenin erhalten haben: das Drusenmädchen Samah im Norden Israels, Mohamed aus einer Nomadenfamilie in der Negev-Wüste im Süden des Landes und Menuha, die Tochter orthodoxer Juden in Jerusalem. Bewegend erzählt "Das Herz von Jenin" von einer zutiefst menschlichen Geste im Augenblick der größten Tragödie.

Um "Das Herz von Jenin" auch in seiner Heimat vorführen zu können, begannen Khatib und Vetter, das alte Kino der Stadt wieder aufzubauen, das im August 2010 eröffnet werden konnte. Dank zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer sowie internationaler Unterstützung veranstaltete das "Cinema Jenin" ein erstes kleines Filmfestival. Im Laufe der Zeit entstand die weiterführende Idee, das Projekt "Cinema Jenin" auch als Zentrum für den Film, als Motor der lokalen Wirtschaft sowie als friedensstiftende Maßnahme zu etablieren.

Das Projekt "Cinema Jenin" erhielt 2011 den Sonderpreis beim Bernhard-Wicki-Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films. Der Film "Das Herz von Jenin" wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis (2010) und dem Cinema for Peace Award (2009) ausgezeichnet. Der renommierte Dokumentarfilmer Marcus Vetter erhielt bereits 2006 den Prix Europa für "Mein Vater, der Türke", in dem er seine eigene Geschichte verarbeitete. Für "Der Tunnel" gewann er außerdem den Deutschen Fernsehpreis (2000) sowie den Adolf-Grimme-Preis (2000).

Eine Veranstaltung der ifs internationale filmschule köln.


Veranstaltungsort

Filmforum NRW e. V. / Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln - Altstadt/Nord
Stadtplan 
  • Hilfen für Hörbehinderte (Gehörlose, Schwerhörige), Hörschleifen oder andere Hilfen sind vorhanden.Hilfen für Hörbehinderte (Gehörlose, Schwerhörige), Hörschleifen oder andere Hilfen sind vorhanden.
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Zeichenerklärung 
Telefon:
0221 / 221-24498
Fax:
0221 / 221-24114


Beschreibung
Mit dem neuen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Filmforums bespielen acht Partner das Kino im Museum Ludwig, um es als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren. Darüber hinaus werden Vorträge und Diskussionen zur Filmkultur, Veranstaltungen im Bereich audiovisueller Medien, sowie ausgewählte Projekte von Filmschaffenden organisiert.
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Eintritt frei

Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an.


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