Der Waidmarkt. 2.000 Jahre Kölner Geschichte. Kölner Orte I.
8. Oktober 2011 bis 19. Februar 2012
Dienstag, 10 bis 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Erster Donnerstag im Monat, 10 bis 22 Uhr
Bereits vor 2.000 Jahren legten am Waidmarkt die Römer die Fernstraße an, die entlang des Rheins das Imperium mit der niedergermanischen Provinz im Norden verband. Vor dem Südtor der Colonia produzierten römische Handwerker Glas und Keramik. In spätrömischer Zeit gab man die Vorstadt auf und zog sich hinter die festen Stadtmauern zurück.
In den römischen Ruinen entstanden Friedhöfe. Erst im 11. Jahrhundert entwickelte sich um die von Erzbischof Anno II. gegründeten Kirchen Sankt Georg und Sankt Jakob ein neues Stadtviertel. Seinen Namen hat der Ort vom "Waid", der hier gehandelt und entlang des Duffesbach weiterverarbeitet wurde: einer Pflanze zum Blaufärben von Textilien ("Blaubach"). Der Kölner Weinhändler und Stadtchronist Hermann Weinsberg, dessen Vater noch dem Färberhandwerk nachging, blickte im 16. Jahrhundert aus seinem Stammhaus auf Kirchen und Markt. Der Waidmarkt war durch das Karmeliterkloster auch ein Ort der Bildung und Gelehrsamkeit, was seit dem 19. Jahrhundert an gleicher Stelle durch das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium fortgesetzt wird. Aus Kriegszerstörung und Wiederaufbau gingen die Neubauten des Gymnasiums und des ehemaligen Polizeipräsidiums hervor.
2009 wurde der Waidmarkt einer internationalen Öffentlichkeit bekannt durch die Berichterstattung vom tragischen Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln. Heute ist das Viertel geprägt von einer baulichen Umgestaltung. Die wechselvolle und spannende Geschichte des Waidmarkts präsentieren das Kölnische Stadtmuseum und das Römisch-Germanische Museum gemeinsam mit zahlreichen, auch neuen Grabungsfunden, Objekten, Gemälden, Grafiken und historischen Dokumenten.
Veranstaltungsort
Zeughausstraße 1-3
50667 Köln - Altstadt/NordStadtplan
- Telefon:
- 0221 / 221-25789
- Fax:
- 0221 / 221-24154
- Öffnungszeiten
- Dienstag, 10 bis 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Erster Donnerstag im Monat, 10 bis 22 Uhr - Fahrplan
- Kölner Verkehrs-Betriebe
Infos
- Preis
- Sonderausstellung:
3,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro
Ständige Sammlung:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Kombikarte (Ständige Sammlung und Sonderausstellung):
6,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro