Äußerer Grüngürtel - Herbst/Winter 2011/2012
Die Durchforstungsmaßnahmen im Äußeren Grüngürtel am Decksteiner Weiher im Bereich des Sportparks an der Berrenrather Straße und am Kalscheurer Weiher entlang der Militärringstraße werden ab Novemer 2011 fortgesetzt. Die Lage der einzelnen Durchforstungsflächen kann der beigefügten Karte entnommen werden.
Der Äußere Grüngürtel wurde in den 1920er Jahren auf dem Gelände des äußeren Befestigungsringes angelegt. Damals wurde ein sehr artenreicher Waldbestand begründet. Neben der Hauptholzart Buche wurden Eichen, Linden, Ahorn, Roteichen, Hainbuchen, Wildkirschen, Lärchen, Kiefern und Pappeln gepflanzt.
Um diesen Wald langfristig zu sichern und zu einem stabilen Mischwald zu entwickeln, müssen in dem dichten, stammzahlreichen Bestand im Rahmen einer Durchforstung Bäume gefällt werden. Die verbleibenden Bäume erhalten dadurch mehr Kronen- und Wurzelraum und können besser wachsen. Der Wald wird stabiler, artenreicher und stufiger, denn durch den vermehrten Lichteinfall entwickelt sich Naturverjüngung und eine Kraut- und Strauchschicht. Zur Verkehrssicherung müssen an den Waldrändern, entlang von Straßen, Wegen, Parkplätzen und Gebäuden, Bäume gefällt werden, die nicht mehr standsicher sind.
Die Arbeiten werden von einem Förster geleitet und überwacht. Die zu entnehmenden Bäume werden vor dem Einschlag gekennzeichnet und dann gefällt. Verwertbares Holz wird anschließend aus dem Wald an die Wege gezogen. Es wird an die Holzindustrie verkauft und je nach Qualität und Holzart zu Spanplatten, Parkett, Bauholz oder Möbelholz verarbeitet. An Bürger werden Holzlesescheine zur Brennholznutzung vergeben.
Kronenreisig, das bei den Fällungen anfällt, wird aus ökologischen Gründen liegen gelassen. Das Material verrottet im Laufe der Zeit. Dem Stoffkreislauf im Wald werden dadurch wieder Nährstoffe zugeführt. Außerdem bietet das abgestorbene Holz Nahrung, Unterschlupf und Brutplatz für Vögel, Insekten und andere Tiere.
Durch die Fällarbeiten und den Transport des Holzes kann es auf den Wegen, besonders bei ungünstiger Witterung, zu Behinderungen kommen. Die Forstverwaltung bittet Sie daher für die Dauer der Arbeiten um Nachsicht.
Weitere Fragen beantwortet Ihnen gerne der zuständige Stadtförster unter der Telefonnummer 0221 / 799520. Er ist mittwochs von 15 bis 17 Uhr erreichbar.

