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Samstag, 7. August 2010

Das waren die VIII. Gay Games Cologne 2010

Sie sind die größte schwul-lesbische Sport- und Kulturveranstaltung der Welt. Und sie haben Teilnehmerinnen, Teilnehmerin, Kölnerinnen, Kölner, Zugereiste und Fans gleichermaßen begeistert. Herrliches Wetter, tolle Wettkampfbedingungen, lautstarke Zuschauerinnen und Zuschauer haben den Wettkämpfen in den 35 Sportarten einen hervorragenden Rahmen gegeben und Werbung für die Gay Games, mehr Toleranz und Offenheit gemacht. Zeit für ein kleines Fazit mit einigen Fakten und Zahlen.

9.475 Teilnehmer aus 70 Ländern

Nach acht erlebnisreichen Tagen Gay Games wird die Fahne der Federation of Gay Games (FGG) an das Team aus Cleveland übergeben, wo in vier Jahren die IX. Gay Games ausgetragen werden. Hinter uns liegt ein riesiges Event, das auch eine Menge Dinge mit sich brachte, die nur wenige mitbekommen haben.

Rennradfahrerinnen und -fahrer mit Blaulicht unterwegs

So wurden die 200 Fahrerinnen und Fahrer des Team-Zeitfahrens über 20 Kilometer am Freitagabend von der Strecke um den Fühlinger See von der Polizei mit Blaulicht zurück in die Innenstadt eskortiert. Der Grund ist ein ebenso simpler wie einleuchtender: Rennräder sind nicht mit Lampen ausgestattet, so dass die 80 Teams aus 20 Ländern - darunter auch "Rad-Exoten" wie Israel, Japan, Russland und Südafrika - zu ihrem eigenen Schutz von den Ordnungshüterinnen und -hütern geleitet wurden.

4,3 Tonnen Medaillen

Für die fast 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war aufgrund der Vielzahl an Alters- und Leistungsklassen eine enorme Anzahl Medaillen erforderlich. Insgesamt wurden 22.500 Medaillen vergeben, die zusammen ein Gewicht von satten 4,3 Tonnen hatten.

Zwölf Kilometer Absperrband und 75.000 Bananen

Die Sicherheit der Athletinnen und Athleten stand bei den Kölner Gay Games natürlich immer im Vordergrund. Aus diesem Grund spannten die Volunteers rund zwölf Kilometer Absperrband an den Lauf- und Rennstrecken.

Zur Stärkung der Sportlerinnen und Sportler standen zudem während der acht Tage 75.000 Bananen und Äpfel bereit, schließlich brauchen aktive Körper jede Menge Energie um Höchstleistungen zeigen zu können.

Freiwillige Helfer machen Gay Games erst möglich

Ein Event wie die Gay Games sind natürlich ohne fleißige und vor allem ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nicht zu stemmen. Das Organisationsteam plante mit 3.000 Volunteer-Stellen, von denen zu Beginn der Wettbewerbe nur noch 245 offen waren. 64 Prozent der Helferinnen und Helfer waren Männer, 36 Prozent Frauen. Etwas mehr als zwei Drittel der Volunteers kam aus Deutschland, sieben Prozent aus den USA und immerhin jeweils drei Prozent aus China, Großbritanien und Spanien.