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Samstag, 7. August 2010

Amerikaner dominieren das Basketball-Turnier

Eine der letzten Entscheidungen der Gay Games Cologne war am Samstag das Endspiel der offenen Männerklasse im Basketball. Kurz nachdem das Team DC im kleinen Finale sich die Bronze-Medaille gesichert und damit den US-amerikanischen Dreifachtriumph perfekt gemacht hatte, lieferten sich die San Francisco RockDogs und Long Beach Rebels vor gut 500 Zuschauerinnen und Zuschauern ein packendes Endspiel.

Schnell, spannend, spektakulär und mitreißend

Von der ersten Sekunde an entwickelte sich eine sehr intensiv geführte Partie. Die beiden Teams, die größtenteils aus Akteuren bestanden, die in den USA auf höchstem College-Level gespielt haben, schenkten sich nichts und begeisterten das Publikum sofort mit tollen Spielzügen und spektakulären Aktionen, so dass die Fans sie die gesamten 40 Minuten lautstark anfeuerten.

Kurz nach der Halbzeit (34:26) setzten sich die RockDogs dann mit einem Zwischenspurt etwas ab und gaben die Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab (68:56), so dass sie am Ende verdient die Goldmedaillen um den Hals gehängt bekamen.

Deutsches Frauen-Team PottMixx holt Silber

Bei den Frauen war kein Team aus dem Mutterland des Basketballs am Start. Dort entscheiden die London Cruisers ein ebenfalls rassiges Endspiel mit 58:50 gegen die deutsche Mannschaft PottMixx für sich. Im kleinen Finale triumphierte das ebenfalls deutsche Team Shaved Hedgehogs gegen E2B Paris mit 45:42 und holte somit Bronze.

Botschafter Amaechi begeistert von den Gay Games

Einen ganz besonderen Gast bekamen Spielerinnen und Spieler sowie Zuschauer des Basketball-Turniers, das mit Ausnahme der beiden Männer-Finalspiele am Samstag komplett in der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Chorweiler ausgetragen wurde, mit John Amaechi zu sehen. Der 39-jährige Engländer, der zwischen 1995 und 2003 insgesamt 294 Spiele in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA bestritten hat, ist einer der prominentesten, offiziellen Botschafter der Gay Games 2010.

Der 2,08-Meter-Mann hatte sich nach seinem Rücktritt aus der besten Basketball-Liga der Welt als erster Spieler der Geschichte der NBA geoutet und das Buch "Man in the Middle" veröffentlicht. "Die Gay Games sind er beste Weg, für mehr Toleranz im Sport und in der ganzen Welt zu werben", sagt Amaechi. "Die Mehrheit der Homosexuellen ist nämlich immer noch vom normalen Sportbetrieb ausgeschlossen. Mit den Gay Games können wir zeigen, dass es Homosexuelle in unterschiedlichen Größen und Formen gibt und sie sehr wohl zu sportlichen Höchstleistungen fähig sind." Er selbst war jahrelang das beste Beispiel dafür!

Spektakulär ging es im Finale zwischen den US-Teams San Francisco RockDogs (blaue Trikots) und Long Beach Rebels zu. (© Kölnsport)
Spektakulär ging es im Finale zwischen den US-Teams San Francisco RockDogs (blaue Trikots) und Long Beach Rebels zu.

Die Medaillen-Gewinner des Basketball-Turniers der Männer der Gay Games 2010 (© Kölnsport)
Die Medaillen-Gewinner des Basketball-Turniers der Männer der Gay Games 2010