Längs des Rheins durch Rodenkirchen und Porz
Radtouren im Grünen
Die Rad-Rheinfähre An der Ulrepforte beginnend, führt die Route zunächst in den Volksgarten, anschließend über den Grünzug Süd in den Äußeren Grüngürtel und erreicht schließlich den Rhein. Die Fähre zwischen Weiß und Zündorf ermöglicht die Rheinüberquerung. Im Rechtsrheinischen führt die Strecke von der Groov über den Leinpfad Richtung Südbrücke und zurück ins Linksrheinische.
Der Volksgarten als größte Grünanlage der neuzeitlichen Stadterweiterung entstand in den Jahren 1887 bis 1889.
Der Volksgarten birgt auf verhältnismäßig engem Raum die verschiedenartigsten Teilbereiche, die dem Erholungssuchenden immer wieder neue Eindrücke vermitteln. Bei der Gestaltung des Volksgartens wurde das 1816 bis 1825 errichtete Fort Paul mit in die Parkanlage einbezogen.
Nur durch die Eisenbahntrasse voneinander getrennt, schließt sich direkt an den Volksgarten der Grünzug Süd an. Dieser erst in den 70er Jahren ausgebaute Grünzug verbindet die südliche Neustadt mit dem Äußeren Grüngürtel. In den Grünzug Süd einbezogen ist der Vorgebirgspark. Der Hauptteil des 1911 bis 1914 entstandenen Parks ist in landschaftlichem Stil gehalten.
Im Bereich des Südfriedhofes geht die Route vom Grünzug Süd in den Äußeren Grüngürtel über. Der ausgedehnte Äußere Grüngürtel entstand auf den Flächen des ehemaligen Äußeren Festungsgürtels, der nach dem 1. Weltkrieg aufgrund des Versailler Vertrages seine militärische Funktion verlor. Die Idee hierzu hatte der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer. Der Ausbau des Grüngürtels erfolgte in den Jahren 1923 bis 1929.
Gestalterische Höhepunkte des Äußeren Grüngürtels bilden zwei große Wasserbecken: der Decksteiner Weiher und der Kahnweiher. Diese künstlich angelegten Seen sind mit großen Betonplatten zum Untergrund hin abgedichtet und weisen nur eine Tiefe von ungefähr 1,50 Metern auf. Als Relikte der ehemaligen Befestigungswerke sind heute noch einige Fortanlagen im Grüngürtel vorhanden, die jedoch nach 1923 zu grünen Oasen umgestaltet wurden. Unweit des Rheinufers, nahe der Marienburg, befindet sich das Zwischenwerk VIII b, dessen ursprüngliche Höhenunterschiede bei der gartengestalterischen Anlage (1927) fast vollständig erhalten werden konnten. Auf dem eingeebneten Fortdach wurde ein geometrischer Ziergarten mit Rosen angelegt.
Weite Bereiche des Äußeren Grüngürtels können im Rahmen dieser Tour nicht erkundet werden, jedoch lohnt ein Abstecher in den Forstbotanischen Garten. Gezeigt werden hier 3.000 verschiedene Gehölzarten oder ihre Varietäten, davon rund 550 Nadelhölzer, etwa 2.000 Laubgehölze und allein über 500 verschiedene Rhododendronformen. Südlich der Marienburg trifft der Äußere Grüngürtel auf den Rhein, der die größte zusammenhängende Freifläche im Stadtgebiet ist.
Die Fahrt entlang des linksseitigen Rheinufers endet kurz vor der Ortslage Weiß, denn hier legt eine Fähre speziell für Fußgänger und Radfahrer an, mit der das gegenüberliegende Ufer im Bereich der Zündorfer Groov bequem erreicht werden kann.
Die Groov war ursprünglich eine Sandbank im Rhein nahe dem Zündorfer Ufer. Im Rahmen der preußischen Rheinregulierung 1852/53 wurde der Rheinnebenarm vom Hauptstrom abgeschnitten und so zum künstlichen Altarm. Heute ist die Groov ein Naherholungsgebiet mit einem gut ausgebauten Wegenetz für kurze und längere Spazierwege und vielfältigen gastronomischen Einrichtungen. Die Strecke rheinabwärts in Richtung Innenstadt entlang des Leinpfades war lange Zeit im Bereich der Westhovener Kaserne unterbrochen. Erst nach Abzug des Militärs ist dieser Uferweg wieder uneingeschränkt nutzbar. Im Bereich der Rodenkirchener Brücke weitet sich das Ufer wieder aus und geht in die Poller Wiesen über, die in diesem Abschnitt mit vielfältigen Sporteinrichtungen ausgestattet sind. Die Strecke führt zum Teil durch die offenen Wiesenbereiche, zum Teil aber auch über die baumbestandene Alfred-Schütte-Allee bis zur Südbrücke, über die wiederum der Rhein überquert wird.
Stromabwärts gelegen befinden sich zwei kleinere Parkanlagen, die intensiv von der Bevölkerung der Südstadt genutzt werden. Kernstück des 1914 bis 1916 angelegten Friedensparks bildet ein umgestaltetes ehemaliges Festungswerk, das Fort I. Im Norden des Friedensparks schließt sich der etwas ältere Römerpark an.
Das letzte Teilstück der Fahrradroute führt über die Teutoburger- und die Rolandstraße wieder zum Ausgangspunkt am Volksgarten. Die Mittelallee in beiden Straßen konnte in den letzten Jahren von parkenden Autos befreit und saniert werden, so dass heute eine durchgängige Fuß- und Radverbindung zwischen Volksgarten und Römerpark existiert.
Tipps zur Tour
Friedenspark / Südstadt Die beschriebene Tour ist circa 33 Kilometer lang. Sie führt größtenteils über Radwege, Fuß- und Radwege und autoarme Straßen. Der Auf- und Abgang an der Südbrücke ist mit Schienen zum Schieben der Fahrräder ausgestattet.
Beim Radeln in Parks ist Rücksichtnahme auf Fußgängerinnen und Fußgänger selbstverständlich.
Informationen zur Fahrradmitnahme in der S-Bahn erhalten Sie unter Telefonnummer 0221 / 208080 oder im Internet unter
Fahrpläne und Informationen zu den Haltestellen der Stadtbahnen (beispielsweise: Ulrepforte und Porz-Zentrum) finden Sie unter
Die Fähre Weiß/Zündorf ist ein Privatbetrieb und fährt von März bis Oktober. Informationen zu den Preisen und einen Fahrplan finden Sie unter
Weitere Ausflugsziele:
Auf der Freizeitinsel Zündorfer Groov finden Sie das Kombibad, Gaststätten mit Terrasse, Bootsverleih, Minigolf, Spielplätze und vieles mehr.
Von der Zündorfer Groov führen ausgeschilderte Radwege über Langel und Niederkassel am Rhein entlang nach Bonn sowie über Uckendorf zur Wahner Heide.
Der Forstbotanische Garten ist täglich geöffnet, Eintritt frei. Weitere Informationen finden Sie auch unter
Detaillierte Wegbeschreibung:
- Startpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle Ulrepforte. Zunächst in die Kleingedankstraße rechts der Kirche bis zur Volksgartenstraße. Dort in den Volksgarten (1) hineinfahren und entweder direkt hinter dem Teich nach links und zur Vorgebirgstraße an die Einmündung Bonner Wall oder zunächst eine Runde durch den Park. An der Vorgebirgstraße nach rechts auf den getrennten Fuß- und Radweg, immer geradeaus bis zur Einmündung der Straße "Am Vorgebirgstor".
- Dort über die Vorgebirgstraße, dann circa 50 Meter nach links zurück und nun rechts auf dem Radweg in den Grünzug Süd. In diesen Grünzug integriert liegt der Vorgebirgspark (2).
- Die Route führt auf dem ausgeschilderten Radweg durch den Grünzug, passiert die Kierberger Straße und die Markusstraße und erreicht schließlich rechter Hand den Südfriedhof.
- Auf der Fußgängerbrücke über die Militärringstraße und weiter geradeaus durch den Äußeren Grüngürtel (3). Die Route folgt jetzt dem Radwegweiser in Richtung Rheinufer.
- Nach circa 200 Metern links durch das Wäldchen und danach vorsichtig über die stark befahrene Brühler Landstraße.
- Immer geradeaus durch Wald und Wiese, dem gemeinsamen Fuß- und Radweg folgen. Über die Straße "Im Wasserwerkswäldchen", durch die Unterführung der Autobahn und rechts am Verteilerkreis vorbei.
- An der ersten Gabelung hinter dem Verteilerkreis geht es rechts entlang des Golfplatzes bis zur B 9. Hier kann man sich für einen Abstecher zum Forstbotanischen Garten (4) oder zum Friedenswäldchen in Rodenkirchen entscheiden.
- Die stark befahrene Straße "Zum Forstbotanischen Garten" (B 9) überqueren und weiter dem Radweg zum Rhein folgen.
- An der rot-weißen Schranke nach links und vor dem Waldrand wieder rechts. Dann dem gewundenen Weg folgen und die Konrad-Adenauer-Straße in Höhe eines rot-weißen Drängelgitters überqueren. Vor dem Trafogebäude links durch die Kleingartenanlage und am Ende rechts über die Schienen der Straßenbahn an der Haltestelle Marienburg.
- Nach dem Überqueren des Heinrich-Lübke-Ufers muss das Rad am Fußweg entlang des Rheins geschoben werden. Hinter der Autobahnbrücke geht´s weiter: auf dem Radweg direkt am Rheinufer (5) entlang.
- Der Radweg führt ein Stückchen weiter auf einen gemeinsamen Fuß- und Radweg und mündet dann in einen rot markierten Zweirichtungsradfahrstreifen.
- Hinter dem Campingplatz links Richtung Rheinufer und dann auf dem ausgeschilderten Radweg durch den Weißer Bogen (6) immer parallel zum Rhein.
- Nach circa 2,5 Kilometern mit der kleinen Fähre bei Weiß über den Rhein nach Porz-Zündorf übersetzen.
- Vom Fähranleger Groov (7) geht es rheinabwärts über den Leinpfad gemäß dem Radwegweiser in Richtung Köln-Porz. Ab Porz heißt das nächste Ziel Köln-Deutz.
- Weiter rheinabwärts, durch die ehemalige belgische Kaserne hindurch bis zur Südbrücke in Köln-Poll. Auf der Brücke führt die Tour wieder ins linksrheinische Köln.
- Auf dem linken Rheinufer den hinteren Abgang nehmen, die Räder ungefähr 50 Meter nach links schieben und dann den ersten Weg links in den Friedenspark (8) hinein.
- Den ersten Weg hinter dem ehemaligen Fort nach rechts, am Ende des Parks wieder rechts auf der Straße Oberländer Wall und weiter nach links durch die Titusstraße - rechts liegt der Römerpark (9) - zum Kreisverkehr. Dort in die halb links beginnende Teutoburger Straße abbiegen, die Alteburger Straße überqueren und über die Bonner Straße geradeaus in die Rolandstraße fahren.
- Geradeaus weiter über die Volksgartenstraße gelangt man wieder zur Kleingedankstraße und fährt diese zurück zur Straßenbahnhaltestelle Ulrepforte.
Karte zur Tour
Die Karte zu dieser Tour können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen:
