Kompetenzzentren für sonderpädagische Förderung
Kinder und Familien wohnortnah und rechtzeitig unterstützen
Die sonderpädagogische Förderung der Kinder in Köln wird neu organisiert und verbessert. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 19. Mai 2008 "grünes Licht" gegeben für zwei Förderschulen, mit denen wir uns für die Pilotphase beworben hatten.
Diese Förderschulen werden als "Kompetenzzentren" Konzepte und Maßnahmen zur
- rechtzeitigen,
- vorbeugenden und
- wohnortnahen
sonderpädagogischen Förderung entwickeln und koordinieren.
Kompetenzregionen in Mülheim und Porz
In Köln sind seit 2008 zwei Kompetenzregionen entstanden:
- in Köln-Mülheim Ost mit der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung, Berliner Straße
- in Köln-Porz mit der Finkenberg-Schule, Stresemannstraße
Diese Förderschulen übernehmen die herausfordernde Aufgabe, die Entwicklung von Konzepten und Maßnahmen zu koordinieren und voranzutreiben. Die Konzepte sind notwendig, um die sonderpädagogische Förderung neu aufzustellen.
Partnerinnen, Partner und Mitwirkende
In beiden Regionen haben sich mittlerweile jeweils um die 40 Netzwerkpartner zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie die Förderung der Kinder spürbar optimieren. Alle beteiligten Institutionen haben schon im Vorfeld der Bewerbung um die Teilnahme am Projekt eine große Offenheit zu neuem Denken und Umorientierung gezeigt.
Die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Berufsgruppen
- Lehrerinnen und Lehrer,
- Erzieherinnen und Erzieher,
- Beraterinnen und Berater,
- Ärztinnen und Ärzte sowie
- Therapeutinnen und Therapeuten
bringen viel Engagement auf: Bereits seit Beginn dieses Jahres erarbeiten sie in Konferenzen und Steuergruppen gemeinsame Ziele und verbindliche Handlungskonzepte, mit denen das einzelne Kind und seine Familie rechtzeitig und wohnortnah unterstützt werden soll. Wichtig hierbei ist, dass neue Konzepte für eine verbesserte Zusammenarbeit untereinander erarbeitet werden.
Unterstützt wird die Arbeit durch die "Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft" aus Bonn, die in den Regionen jeweils eine Moderatorin oder einen Moderator zur Verfügung stellt.
Inhalte des Pilotprojektes
Im Mittelpunkt des Pilotprojektes steht das einzelne Kind, das einen speziellen Förderbedarf aufweist. Folgende Einrichtungen sollen in Kompetenznetzen jedes Kind wohnortnah und vorbeugend begleiten und fördern:
- Förderschulen aller Förderschwerpunkte,
- allgemeine Schulen aller Schulformen,
- Kindertagesstätten und Familienzentren,
- pädagogisch-therapeutische, soziale und Gesundheitsdienste
Neben der Vernetzung von Beratung und Unterstützung ist die Vorbeugung in Diagnose, Beratung und Unterricht ein Hauptmerkmal der Veränderung im Förderungssystem. Die Beratung der Eltern ist hierbei ein ebenso wichtiger Baustein.
Langfristiges Ziel ist, dass zukünftig jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer allgemeinen Schule in der Nähe des Wohnortes angemeldet werden und dort gefördert werden kann.
Abhängig vom besonderen Bedarf und der Situation des Kindes, kann die Förderung jedoch auch zukünftig an einer Förderschule des Netzwerks erfolgen.
Unsere Ziele
Mit der Teilnahme an der Pilotphase wollen wir die konzeptionelle Entwicklung der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung begleiten und fördern.
Die weiteren Kölner Regionen sollen frühzeitig soweit vorbereitet werden, dass ein gesamtstädtischer Systemwechsel in der sonderpädagogischen Förderung nach Abschluss und Auswertung einer dreijährigen Erprobung zeitnah erfolgen kann.
Weitere Informationen
erhalten Sie auf den Webseiten der
Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Finkenberg-Schule in Porz, Förderschule Berliner Straße.
