Bebauung am Breslauer Platz

Ergebnis des kooperativen Werkstattverfahrens

Mit der Fertigstellung des neuen, repräsentativen Bahnhofsvorplatzes auf der Domseite, mit dem Bau der Nord-Süd-Stadtbahn und ihren neuen Zugängen vom Breslauer Platz, nach Abriss des Ämtergebäudes der Bahn und angesichts neuer Nutzungsüberlegungen können jetzt auf den städtischen und auf den privaten Flächen im Umfeld des Breslauer Platzes Investitionen stattfinden.

Damit endet eine lange Phase des ungestalteten städtebaulichen Provisoriums.

Am Freitag, den 19. Dezember 2008 wurde das kooperative Werkstattverfahren „Bebauung am Breslauer Platz" mit der Sitzung der Empfehlungskommission abgeschlossen. Die Jury empfiehlt, der weiteren Planung das Konzept der Arbeitsgemeinschaft Büder & Menzel Architekten / Runge und Küchler Ingenieure unter Berücksichtigung der durch die Empfehlungskommission kritisierten Punkte zugrunde zu legen. Dabei wird von den gezeigten Alternativen das Konzept mit einem ins Gebäude integrierten Busbahnhof empfohlen.

Drei Monate lang arbeiteten sieben Architekturbüros in Arbeitsgemeinschaften mit Verkehrsplanern an einer städtebaulichen Lösung für den Bereich südöstlich des Breslauer Platzes, darunter auch die Preisträger des Ideenwettbewerbs in den neunziger Jahren. Es wurden verschiedene Bebauungsmöglichkeiten auf der Basis des Konzeptes der Stadtrekonstruktion entwickelt. Es galt, die Verträglichkeit speziell der verkehrstechnischen Anforderungen mit dem Stadtraum zu überprüfen, beispielsweise die Größe des Busbahnhofes und seine bauliche Integration. Außerdem lag ein Schwerpunkt auf der Schaffung neuer Fußgängerbeziehungen zum Rheinufer, zum Rheingarten und auf die Hohenzollernbrücke.

Im kooperativen Werkstattverfahren unter der Moderation des Büros Drey + Riemer waren unter anderem die Grundstückseigentümer, die zuständigen Fachämter, die stadtentwicklungspolitischen Sprecher der Ratsfraktionen, der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Innenstadt und Vertreter der Bezirksvertretung Innenstadt beteiligt. Die abschließenden Empfehlungen der international besetzten Jury sollen eine Grundlage liefern für die Erarbeitung eines Bebauungsplans und für die anschließende Durchführung von Architekturwettbewerben für die einzelnen Baufelder.

Folgende Arbeitsgemeinschaften haben an dem Verfahren teilgenommen:

  • Büder & Menzel / Runge und Küchler
  • JSWD / Ingenieurbüro Professor Steinbrecher
  • Kister Scheithauer Gross / BSV
  • Königs Architekten / Willems Ingenieurbüro
  • Ortner & Ortner / Ambrosius Blanke
  • Pfeiffer Ellermann Preckel / VSU
  • Thiess Architekten / Dr. Brenner

Von den sieben Konzepten kamen die Vorschläge folgender Arbeitsgemeinschaften in die engere Wahl:

  • JSWD / Ingenieurbüro Professor Steinbrecher
  • Ortner & Ortner / Ambrosius Blanke
  • Büder & Menzel / Runge und Küchler.

Nach angeregter Diskussion wurde das Konzept von Büder & Menzel / Runge & Küchler als Grundlage zur weiteren Planung empfohlen. Ein breiter Boulevard bietet hier Fußgängern und Radfahrern eine direkte Verbindung vom Hauptbahnhof zum Rhein. Der Busbahnhof ist in das nördliche Gebäude an der Bahn integriert. Entlang des Gebäudes verläuft die neue Rampe auf die Hohenzollernbrücke.

Weitere Informationen

Für weitere Informationen steht Ihnen das Stadtplanungsamt gerne zur Verfügung.

Stadtplanungsamt 
Protokoll der Jurysitzung [PDF, 238 KB]

Pläne der teilnehmenden Arbeitsgemeinschaften

Büder und Menzel / Runge und Küchler - Empfehlung [PDF, 4478 KB]
JSWD / Professor Steinbrecher - engere Wahl [PDF, 2264 KB]
Ortner und Ortner / Ambrosius Blanke - engere Wahl [PDF, 2013 KB]
Kister Scheithauer Gross / BSV [PDF, 2831 KB]
Königs Architekten / Willems Ingenieurbüro [PDF, 4203 KB]
Pfeiffer Ellermann Preckel / VSU [PDF, 1921 KB]
Thiess Architekten / Doktor Brenner [PDF, 3729 KB]

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