Wohnungsbrand mit Menschenrettung in Mülheim
Am Donnerstag, 12. August 2010, lief um 6:06 Uhr ein Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr Köln ein. Hausbewohnerinnen und Hausbewohner meldeten die
Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus an der Berliner Straße in Mülheim.
Nach ihrem Eintreffen fanden die Feuerwehrkräfte eine Erdgeschosswohnung im Vollbrand vor. Der schwer verletzte Wohnungsinhaber hatte sich zur Polizei gerettet, weitere Hausbewohnerinnen und Hausbewohner wurden vermisst. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf Feuer "Menschenleben in Gefahr" erhöht.
Durch den ersten Angriffstrupp wurde eine 58-jährige Nachbarin gerettet. Sie
hatte, ebenso wie der Wohnungsinhaber, Rauchgasverletzungen. Beide mussten nach Untersuchung durch den Notarzt ins Krankenhaus gefahren werden. Weitere Bewohnerinnen und Bewohner aus den oberen Geschossen wurden unverletzt über Steckleitern ins Freie geführt. Ihnen war der Fluchtweg wegen der verrauchten Flure und Trepperäume verwehrt.
Nach Kontrolle aller Wohnungen des dreigeschossigen Gebäudes konnten weitere verletzte Personen ausgeschlossen werden. Das Feuer wurde unter
Vornahme eines Strahlrohres gelöscht und die Wohnung leer geräumt. Insgesamt gingen drei Trupps unter Atemschutz vor.
Der Feuerwehreinsatz war um 7:45 Uhr beendet. Während des Einsatzes war die Berliner Straße sowohl für den Fahrzeug- als auch den Bahnverkehr der KVB gesperrt. Am Einsatz beteiligt waren 39 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 14 Fahrzeugen. Sie kamen von den Wachen Mülheim, Deutz, Ostheim sowie Innenstadt. Im Rettungsdienst waren außerdem zwei Fahrzeuge der Johanniter-Unfall-Hilfe eingebunden. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr Köln.
