Unfall eines Behindertentransportwagens auf der Autobahn 4
Am Montagnachmittag, 8. März 2010, wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln um etwa 15:55 Uhr von einem Augenzeugen per Handy über einen Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 4 in Höhe der Anschlussstelle Klettenberg informiert. Weitere eingehende Notrufe berichteten von mit mindestens einer eingeklemmten Person.
Durch die Leitstelle wurden sofort der Löschzug und ein Rettungswagen der nächstgelegenen Feuerwache Lindenthal, der Rüstzug und das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwache Marienburg, ein Rettungswagen der Feuerwache Lövenich sowie der Rettungshubschrauber "Christoph 3" und zwei Einsatzleitwagen der Branddirektion zur Einsatzstelle gerufen.
Die Polizei erreichte die Einsatzstelle als erstes. Diese befand sich nicht an der gemeldeten Stelle, sondern zwischen der Rodenkirchener Brücke und der Anschlussstelle Poll in Fahrtrichtung Osten. Bei dem verunglückten Fahrzeug handelte es sich um einen Behindertentransportwagen, in dem sich fünf Personen befanden. Das Fahrzeug war auf die Beifahrerseite gekippt und über mehrere Fahrbahnen geschleudert. Dabei wurden alle fünf Insassen verletzt, eines der drei behinderten Kinder polytraumatisiert, die anderen zwei Kinder und die Fahrerin sowie die Beifahrerin leicht verletzt. Die Fahrerin war eingeschlossen. Das lebensgefährlich verletzte Kind befand sich im Fond.
Parallel zur Absicherung der Einsatzstelle gegen den Straßenverkehr und Brandgefahren wurden die Patientinnen und Patienten durch die Notärzte und Rettungsassistenten noch im Unfallfahrzeug behandelt und durch die Feuerwehrleute des Löschzuges befreit. Die zwei leichtverletzten Kinder wurden bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte durch eine Augenzeugin in deren Auto betreut. Alle Insassen des Unfallfahrzeugs mussten mit letztlich drei Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden. Danach wurde die Polizei bei der Unfallaufnahme unterstützt.
Während der Rettungsarbeiten mussten alle Richtungsfahrbahnen für den Verkehr gesperrt werden. Im Einsatz waren 31 Kräfte mit 13 Fahrzeugen von Berufsfeuerwehr, Deutschem Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst.
