Freitag, 01. 01. 2010

Silvester 2009/2010: Hochbetrieb bei Feuerwehr und Rettungsdienst Köln

Hochbetrieb herrschte bei Feuerwehr und Rettungsdienst Köln von Silvestermorgen an die gesamte Nacht. In der ersten Stunde des neuen Jahres verfünffachte sich wie im Vorjahr die Menge der Einsätze pro Stunde; im Rettungsdienst hielt dies bis in die Morgenstunden stärker als im Vorjahr an.

651 mal rückten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aus, zu einem Durchschnittstag sind dies doppelt so viele Einsätze im Rettungsdienst und fünfmal so viele Einsätze in Brandschutz und technischer Hilfe. Auf den Altstadt-Plätzen und im Kwartier Lateng war es ruhiger als im Vorjahr. Die zweite Nachthälfte war in der ganzen Stadt einsatzreicher als in den letzten Jahren.

Im Brandschutz dominierten den ganzen Tag viele kleine Brände durch Feuerwerkskörper, allein 37 Müll- und Kleidercontainer brannten in Köln. Größere Schäden verursachten Feuerwerkskörper, die sieben Balkone in Brand setzten und dadurch auch Wohnungen stark beschädigten sowie Menschen gefährdeten. Im Rettungsdienst wurden silvestertypisch Handverletzungen durch Knallkörper und Glas behandelt, traurigerweise zunehmend auch Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Gewaltverbrechen.

Die vielen zusätzlichen Rettungswagen wurden durch einen Sanitätsdienst mit Unfallhilfsstationen und Einsatztrupps verstärkt, mit dem die Stadt Köln die Kölner Hilfsorganisationen beauftragt hatte. Auch das Konzert der "Fantastischen Vier" im Stadion machte einen Sanitätsdienst und einen verstärkten Rettungsdienst notwendig.

Ein schwerer Verkehrsunfall im Autobahndreieck Heumar beanspruchte Feuerwehr und Rettungsdienst Köln kurz vor Mittag und hielt die Autobahn 3 über Stunden gesperrt. Aus ungeklärter Ursache war ein Ford Mondeo ins Schleudern geraten und gegen einen Lastkraftwagen und die linke Fahrbahneinfassung gestoßen. Zwei weitere Personenkraftwagen fuhren auf ihn auf. Alle Fahrzeuge waren äußerst stark deformiert, verletzt wurden eine Familie und zwei Paare, dabei die Mutter mit schweren Kopfverletzungen. Zwei Hunde konnten unverletzt geborgen werden.

Zur Bewältigung der großen Einsatzmenge wurden Feuerwehr und Rettungsdienst personell verdoppelt: 39 zusätzliche Berufsfeuerwehrleute taten Dienst auf Rettungswagen sowie in der Leitstelle, Führungsdiensten und Spezialeinheiten; mehr als 24 Mitarbeiter der Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD verstärkten den Rettungsdienst; 82 Ehrenamtliche unterstützten in der Freiwilligen Feuerwehr und den Hilfsorganisationen, einschließlich der Sanitätsdienste in der Altstadt und im Stadion.


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