Arbeitsreicher Jahreswechsel für Feuerwehr und Rettungsdienst in Köln
Höhere Einsatzzahlen als im Vorjahr
Der Jahreswechsel 2008 auf 2009 verursachte für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Köln etwas höhere Einsatzahlen als im Vorjahr. So mussten in den 24 Stunden ab dem Silvestermorgen 31 Hilfeleistungen erbracht und 108 Brände gelöscht werden. Darunter befanden sich allein 56 brennende Müllbehälter.
Der Rettungsdienst führte 506 Einsätze durch. Diese insgesamt 645 Einsätze stellen gegenüber dem Vorjahr (627) eine leichte Steigerung dar, die sich auch langfristig erkennen lässt.
Noch vor fünf Jahren lag die Summe aller Einsätze deutlich unter den jetzigen Zahlen. Der Vergleich zum Jahresdurchschnitt mit etwa 40 Brandschutz- und Hilfeleistungs- sowie 240 Rettungsdiensteinsätzen lässt die besondere Herausforderung dieses Tages erkennen.
Besondere Beachtung verdient der Dachstuhlvollbrand eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses in Humboldt/Gremberg. Hier wurde ab 1 Uhr morgens mit hohem Personalansatz das Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindert.
Bereits am Abend geriet um 20:45 Uhr in einer Wohnung in der Laudahnstraße in Lindenthal ein Sofa in Brand. Verletzt wurde niemand.
Pünktlich zum Jahreswechsel „ereignete" sich um 0:05 Uhr ein Balkonbrand in der Ludwig-Gies-Straße in Seeberg. Als Ursache ist ein Feuerwerkskörper zu vermuten. Das Feuer breitete sich in den Wohnung aus und führte zu einem Vollbrand. Durch den schnellen und massiven Löscheinsatz konnte noch Schlimmeres verhindert werden, eine Person musste jedoch mit einer leichten Rauchgasverletzung in die Klinik gebracht werden. Im Einsatz war ein Löschzug mit Rettungswagen und Führungsdienst.
Zur Absicherung der „Brückenparty" stellten die vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst den Sanitätsdienst vor Ort. In mehreren Unfallhilfsstellen entlang der Altstadt und des Rheinufers wurden insgesamt 32 Patienten behandelt. Für 12 Behandelte war ein weiterer Transport in eine Klinik erforderlich. Hier sind die Einsatzzahlen weniger hoch als in den Vorjahren.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft unterstützte mit drei Rettungsbooten im Bereich der Altstadt.
Die Freiwillige Feuerwehr Köln verstärkte auf vier Wachen der Berufsfeuerwehr den Brandschutz. Dazu rückten die Löschgruppen aus Rodenkirchen, Widdersdorf, Porz-Urbach und Holweide mit zusätzlichen Löschfahrzeugen an.