Lebenswerte Veedel
Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln

Die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern, ist unser Hauptziel.
Seit Frühjahr 2006 wird in derzeit elf Sozialraumgebieten durch die verbesserte Zusammenarbeit und Vernetzung aller städtischen Dienststellen, der Institutionen freier Trägerinnen und Träger sowie der Bürgerinnen und Bürger an diesem Ziel gearbeitet. Gemeinsam entwickeln wir neue Ideen und Handlungsansätze. Es entstehen sinnvolle präventive Angebote und frühzeitige Hilfen vor Ort.
Sozialraumkoordination
In den elf Sozialraumgebieten sind Koordinationsstellen eingerichtet. Die dort tätigen Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren greifen aktuelle Themen auf, prüfen, welche Angebote im Sozialraumgebiet bereits bestehen, und ermitteln, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Dazu stellen sie gezielt Kontakte zwischen den Beteiligten her und unterstützen bei der Entwicklung von Projekten.
Mögliche Themenfelder können sein:
- Kinder, Jugend und Familie
- Soziales
- Bildung
- Bürgerliches Engagement und Vernetzung
- Wohnen
- Sport
- Kultur
- Wirtschaft und Arbeit
- Gemeinwesen und Politik
Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren nehmen an Konferenzen und Arbeitskreisen im Sozialraumgebiet teil oder moderieren diese und haben einen Überblick über alle Einrichtungen, Institutionen und Initiativen.
Die elf Sozialraumgebiete im Überblick
Preis Soziale Stadt 2012
Das Modellprojekt wurde beim bundesweiten Wettbewerb "Soziale Stadt 2012" mit einem von insgesamt zehn gleichrangig vergebenen Preisen ausgezeichnet. Köln hat die Jury mit seinem Handlungskonzept für ein vorbildliches und innovatives Engagement zur Verbesserung des Zusammenlebens der Menschen und ihrer Lebensbedingungen überzeugt.
Die Urkunden wurden am 24. Januar 2013 in Berlin überreicht. Die Preise werden seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre vergeben. Ein Geldpreis oder eine sonstige Förderung ist mit der Auszeichnung nicht verbunden.
Preiswürdig erschien der Jury insbesondere, dass in Köln die Arbeitsbereiche der Sozial-, Bildungs- und Sportverwaltung den Sozialraum als angemessenen Handlungsrahmen für Ihre Arbeit ansehen. Auch, dass die großen Träger der Wohlfahrtspflege ein Bündnis mit der Stadt zur Sozialraumorientierung eingehen, wird von der Jury in ihrer Laudatio für die Preisvergabe gewürdigt.
Für den Wettbewerb wurden bundesweit 170 Projekte angemeldet. Ausgelobt wurde er in einer Gemeinschaftsinitiative von "AWO Bundesverband e. V.", "Deutscher Mieterbund", "Deutscher Städtetag", "GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V." und "vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.".
Aus der Praxis
Handlungsleitfaden Sozialraumkoordination
Unser Handlungsleitfaden gibt Ihnen einen aktuellen und umfassenden Einblick in die Arbeit der Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren vor Ort. Projekte und Aktivitäten in den Bereichen Prävention, Integration, Vernetzung, Partizipation und effektiver Ressourceneinsatz stehen im Mittelpunkt.
Broschüre "Gute Beispiele aus der Praxis"
In dieser Broschüre stellen wir Ihnen Projekte und Initiativen vor, die auf unterschiedlichen Gebieten zustande kamen. So geht es zum Beispiel um den Aufbau eines Familienhauses, die Sicherstellung eines Sportprojekts, den Start einer Stadtteilzeitung, die Förderung von Integration in der Kindertagesstätte oder die Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung einer S-Bahn Haltestelle.
Die guten Beispiele aus der Praxis machen deutlich, wie einzelne Projekte durch die Kooperation verschiedenster Partnerinnen und Partner, die Unterstützung von Sponsorinnen und Sponsoren sowie bürgerschaftliches Engagement ermöglicht werden konnten.
Unsere Grundlage
Grundlage der Arbeit ist das vom Rat am 7. Oktober 2010 beschlossene Rahmenkonzept "Lebenswerte Veedel- Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln", das von uns, den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege und der Kölner Kommunalpolitik gemeinsam entwickelt wurde.
Kontakt
Wenn Sie mehr über die Arbeit in den Sozialraumgebieten und das Rahmenkonzept wissen möchten, stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0221 / 221-29806 gerne zur Verfügung.

