Rodenkirchen
Einst eigenständige Gemeinde am Stadtrand
Rodenkirchen gehörte früher zum Gebiet der Bürgermeisterei Rondorf. Bis zur Eingemeindung nach Köln im Jahre 1975 war Rodenkirchen dann der namengebende und verwaltungsmäßige Zentralort einer Großgemeinde, der die Ortschaften Godorf, Hahnwald, Immendorf, Meschenich, Rondorf, Sürth und Weiß mit einbezog.
Karthäuser prägen das Stadtbild
Vorzeitliche und römische Funde beweisen eine frühe Besiedlung der Gegend. Folgt man den zahlreichen Legenden, die sich um das Rodenkirchener Kapellchen ranken, dann soll hier schon im 4. Jahrhundert durch den Bischof Severin ein dem heiligen Maternus geweihtes Gotteshaus gestanden haben. In Quellen fassbar wird „Rodenkirichon" im Jahre 989 in Zusammenhang mit einer Bestätigung einer Schenkung von Hofgütern an das Stift Groß Sankt Martin zu Köln.
Stadtteile im Bezirk Rodenkirchen
Stadtteile
- Bayenthal |
- Godorf |
- Hahnwald |
- Immendorf |
- Marienburg |
- Meschenich |
- Raderberg |
- Raderthal |
- Rodenkirchen |
- Rondorf |
- Sürth |
- Weiß |
- Zollstock
Begütert waren in Rodenkirchen neben der Abtei Groß Sankt Martin, das Stift Sankt Georg und das Stift Sankt Severin. An die Karthäuser, die hier Weinbau betrieben und für den Hochwasserschutz zuständig waren, erinnert noch ein Bildstock mit Maternus-Statue am Rhein, der 1907 vom Kartäuserhof an der Hauptstraße versetzt wurde. Den Karthäusern ist auch eine teilweise Höherlegung des Ortes sowie die Schaffung einer ersten Böschungsmauer zu verdanken.

Fischfang, Landwirtschaft und Weinbau bilden bis ins 19. Jahrhundert die Haupterwerbszweige Rodenkirchens. Berühmt und berüchtigt war die schon im Mittelalter nachweisbare Maternuskirmes, die allgemein als “Bayen-Kirmes” bezeichnet wurde.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts siedeln sich in Rodenkirchen erste Industriebetriebe an, eine Entwicklung, die durch den Bau der Rheinuferbahn im Jahre 1905 dann weiter unterstützt wurde. Die Einwohnerzahl stieg binnen 100 Jahren von 464 Einwohnern im Jahre 1816 auf 3015 im Jahre 1905.
Rodenkirchen im Laufe der Jahrhunderte
Während sich in allen Bereichen die sehr kleinteilige Bebauung des Viertels um die alte Kapelle mit überwiegend ein- bis zweigeschossigen Giebelhäusern fortsetzt, zeichnet sich zur Jahrhundertwende in der Hauptstraße eine Tendenz zu einer vorstädtischen und teilweise, vor allem seit dem Bau der Rheinuferbahn, Villenbebauung ab. Für die zu klein gewordene Kapelle errichtet man 1865-67 an der Hauptstraße eine neue Kirche, der gegenüber auch das alte Rathaus steht.

Das 20. Jahrhundert nutzt mit seiner Bebauung zuerst vor allem Rodenkirchens Lage am Rhein. Bis in die 1920er Jahre entstehen so entlang des Ufers vornehmlich herrschaftliche Wohnhäuser. Ab den 1930er Jahren bis um 1960 schließt sich der weite südliche Bereich mit einer überwiegenden Einfamilienhausbebauung. Westlich dieses Straßenzuges vermischt sich die Bebauung zunehmend mit den Industriebetrieben entlang der Rheinuferbahn und einer dort vorhandenen mehrgeschossigen Wohnbebauung.
Ein wichtiger städtebaulicher Einbruch mit Tendenz, dem Ort ein großstädtisches Gepräge zu verleihen, geschieht in den 1960er und 1970er Jahren mit dem Bau des Rathauses. Weiter entstanden das sogenannte Künstlerviertel und Michaelshoven.
Akzente im Stadtteil
Forstbotanischer Garten; Friedenswäldchen; Bezirksrathaus Rodenkirchen; Polizeidienststelle; Maternusplatz; Einkaufszentrum Hauptstraße; Rodenkirchener Riviera; Hallenbad Rodenkirchen; Naherholungsgebiet; Campingplatz am Rhein; Sürther Feld; Anlegestellen; Gaststätte "Treppchen"; Friedhof Rodenkirchen; Seniorenzentrum Maternusstraße
