Godorf

Siedlung und Hafen

Das nahe dem Rhein gelegene Straßendorf Godorf wird erstmals 1173 urkundlich als "Gudegedorp" erwähnt. Zahlreiche Funde beweisen, dass hier schon in römischer und dann fränkischer Zeit größere Ansiedlungen bestanden haben.


Eine Mühle als Wahrzeichen

Der "Godorfer Damm" findet im Jahre 1458 zum ersten Mal urkundliche Erwähnung. Eine Kapelle ist für das Jahr 1422 bezeugt. Das Stift Sankt Severin, das Kloster der Weißen Frauen vom Blaubach, das Kloster Sion und die Antoniter besaßen hier zahlreiche Besitztümer.

Auf dem "Heldenberg" wurde 1735 durch den Brühler Stadtmüller Jakob Stemmel eine die Ortschaft überragende Mühle errichtet, deren Nachfolgebau von 1849 auch heute noch das Wahrzeichen von Godorf ist.

Südlich der Mühle befand sich im 18. Jahrhundert auf dem Gelände des Dahmenhofes, der den Weißen Frauen gehörte, eine sehr beachtete Glashütte.

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Die Industrie ist näher gerückt

Das heutige Godorf stellt sich als eine Ortschaft inmitten einer immer stärker näherrückenden Industrielandschaft dar. Vorherrschend ist in Godorf die Petrochemie mit eigenem Hafen, im Norden dann ein ausgedehntes Gewerbegebiet und im Westen die Autobahn als Grenze.

Bauernhaus in Köln-Godorf (© Günther Ventur)

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Godorfer Hauptstraße der wesentliche Siedlungsbereich, flankiert von stattlichen Hofgütern, Kleingehöften und kleineren Häusern. Einmalig für das Kölner Stadtgebiet sind die beiden in Fachwerk errichteten Laubenganghäuser, von denen es hier und vor allem im benachbarten Wesseling einst zahlreiche Beispiele gab. Die meisten der anderen alten Häuser entlang der Hauptstraße sind durch Umbauten stark verändert, weisen in ihren Proportionen aber noch den historischen Maßstab auf.

Am Rande eines älteren Siedlungsbereiches an der historischen Straße nach Immendorf liegen der Dorffriedhof und die katholische Pfarrkirche Sankt Katharina, ein Bau von 1956, der jedoch vor kurzem völlig verändert wurde.  Einen Verlust für das Ortsbild bedeutete der erst kürzlich erfolgte Abriss der beiden größten und stattlichsten Hofanlagen, des Dahmenhofes und des Hofes Godorfer Hauptstraße 20.

In den 1920er Jahren und vor allem nach dem zweiten Weltkrieg erweiterte sich Godorf in westlicher Richtung mit einer ein- bis zweigeschossigen Bebauung. Godorf wurde 1975 innerhalb der Gemeinde Rodenkirchen nach Köln eingemeindet.

Akzente im Stadtteil

Hafen Köln-Godorf; Rhein-Rock-Hallen; Shell AG; Schützenplatz.




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