Neujahrsansprache des Kölner Oberbürgermeisters
Sozialer Zusammenhalt und gemeinsamer Aufbruch
Mit dem Goethe-Zitat
aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen
appelliert Oberbürgermeister Roters in seiner Neujahrsansprache an alle Kölnerinnern und Kölner, den im vergangenen Jahr eingeschlagenen Weg des gemeinsamen Aufbruchs für Köln im neuen Jahr konsequent weiterzugehen. In seiner Rede erinnert Roters an die
dramatische Finanzsituation der Städte und Kommunen, die noch im Sommer Köln vor die schwierigste Haushaltslage seit dem 2. Weltkrieg" gestellt hat. Während 137 Kommunen bereits mit einem Nothaushalt wirtschaften müssen, konnten wir in Köln die kritische Situation meistern,
so OB Roters, der gleichzeitig Bund und Land an ihre Verpflichtung zum kostendeckenden Ausgleich der übertragenen Aufgaben erinnerte.
Mit dem auf zehn Jahre angelegten Konsolidierungsprozess, der vom Rat genehmigt wurde, konnte ein ausgewogener Sparkurs verfolgt werden, der keine der gesellschaftlichen Gruppen über Gebühr belastet. Ich werde mich dafür stark machen, dass es weder Schließungen von Jugend- und Kultureinrichtungen geben wird, noch dass es zu unzumutbaren Belastungen der Wirtschaft kommt. Der soziale Frieden in der Stadt ist gewahrt geblieben,
betonte Oberbürgermeister Roters.
Roters hebt in seiner Rede hervor,
dass bei der Auswahl der neuen Dezernentinnen im Rathaus und der Führungskräfte bei den städtischen Gesellschaften allein die herausragende Qualifikation entscheidend war. Köln und Klüngel werden in den überregionalen Medien gerne in einem Atemzug genannt. Wir räumen auf mit dem Klüngelimage!
Für die Zukunft seien wesentliche Weichenstellungen im vergangenen Jahr erfolgt, z.B. die Gründung der "AG Stadtbahnbau", die die fachliche Kontrolle über den U-Bahn-Bau wieder zur Stadt Köln verlegt. Die Weichen für den Neubau des Stadtarchivs als attraktives Bürgerarchiv seien gestellt, das Kölner Kulturleben setze wieder international beachtete Höhepunkte, dank der geglückten Vertragsverlängerungen der wichtigen Verantwortlichen im Bereich Oper, Schauspiel und Musik, des endlich fertig gestellten Museumneubaus für das Rautenstrauch-Joest-Museum und das Museum Schnütgen und dank des großzügigen Engagements aus der Bürgerschaft. Als Zeichen des Aufbruchs in unserer Stadt hob Roters die Neuordnung des Domumfeldes hervor sowie Bauprojekte im Gereonsviertel, und die Vorhaben Lufthansagebäude und ehemaliges Polizeipräsidium.
Vordringliches Ziel für den sozialen Zusammenhalt sei, der
mit Händen greifbaren Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen schnellstmöglich einen Riegel vorzuschieben.
In diesem Zusammenhang erinnert er an das ehrgeizige Ziel, bei der Tagesbetreuung für Unter-Dreijährige eine Versorgungsquote von 40 Prozent zu erreichen und den Start der ersten drei Gemeinschaftsschulen in Köln.
Der Bildungserfolg dar nicht länger von der sozialen Herkunft abhängen. Diesen Kreislauf müssen wir durchbrechen!
Als Beispiel für Stadtteile, die mit einem integrierten Handlungskonzept systematisch auf die Zukunft vorbereitet werden sollen, werde das Programm "Mülheim 2020" im nächsten Jahr mit Beteiligung der Bürger vor Ort weiter konsequent vorangetrieben.

