Donnerstag, 11. 03. 2010, 14:53 Uhr

"Wir sind Fort"

Ein Tag voller Geschichte(n) oder wie Kölns Festungsgeschichte europäisch wird!

Hinter dem Wortspiel, das eine der Boulevardzeitung anlässlich der Papstwahl geprägt hat, vermag so mancher Leser eine weitere Ausgabe eines Pilgerberichts vermuten, der ins Ausland führt. Doch dieses Mal geht es um Köln und um seine Festungsgeschichte. Denn Köln ist Fort-Stadt oder anders ausgedrückt: Militärische Schutzarchitektur verschiedener Epochen prägte und prägt Kölns Stadtbild bis heute. Der siebte "Tag der Forts" am 6. Juni 2010 erinnert an die einstige Existenz und wechselvolle Geschichte der Profanbauten, deren Relikte heute zu Kölns Grüner Lunge, dem Kölner Grüngürtel, gehören.

Am diesjährigen "Tag der Forts" blickt Köln erstmalig gemeinsam mit anderen europäischen Städten auf die verschiedenen Epochen der Befestigung zurück. Ringe von Verteidigungsanlagen öffnen zeitgleich in Berlin, Ulm, Straßburg, Metz und Luxemburg an diesem paneuropäischen Kultur- und Geschichtstag ihre Pforten. Unter fachkundiger Führung können Interessierte die Zeugen der militärischen Vergangenheit erkunden, erwandern und erforschen. Und damit rückt der "Tag der Forts 2010" im Jahr sieben näher an Europa. Für Köln eröffnen sich damit neue Perspektiven, sowohl was den fachlichen Austausch der Kommunen untereinander als auch die Möglichkeiten des Tourismus-Marketings angeht.

Auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters begrüßt den europäischen Brückenschlag und das zunehmende bürgerschaftliche Engagement, das damit verbunden ist. Er hat die Schirmherrschaft für den Tag der Forts übernommen. In den vergangenen Jahren ist in Köln im Zusammenhang mit der Festungsgeschichte vieles in Bewegung gekommen. Das zeigt auch das immer größere Interesse von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Initiativen und Vereinen zusammenschlossen haben.

Wir schätzen uns glücklich, dass wir in Zeiten einer angespannten Finanzlage auf die Hilfe von ehrenamtlich engagierten Menschen zurückgreifen können,

freut sich Stadtkonservatorin Dr.-Ing. Renate Kaymer.

Der Tag der Forts rückt die historischen Objekte in den Focus der allgemeinen Öffentlichkeit. Er schafft damit auch ein Bewusstsein für die großen Herausforderungen des Denkmalschutzes.

Die Veranstalter sind sich ebenfalls sicher, dass das Sightseeing mit interkulturellen Elementen der Völkerverständigung eine Bereicherung für Köln darstellt. Alle Interessierten sollten sich den 6. Juni 2010 als Entdeckungs- und Besichtungstag schon einmal im Kalender vormerken.

Wie in den vergangenen Jahren richtet sich das Programm des "Tags der Forts" an alle Alterstufen und Interessenten aus Nah und Fern. Es enthält neben den zahlreichen Führungen und Sonderschauen auch mehrere Kinderaktionen, Wanderungen, Fahrradtouren und Ausstellungen bisher unveröffentlichter Exponate.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stefan Palm

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