Mittwoch, 10. 03. 2010, 14:57 Uhr

Trilateraler Schüleraustausch zwischen Köln, Bethlehem und Tel Aviv

Oberbürgermeister Roters: "Zwischenmenschliche Normalität in einer von Konflikten zerrissenen Region"

Seit Dienstag, 9. März, sind Schülerinnen und Schüler des Kölner Heinrich-Heine-Gymnasiums bis zum 16. März zu Gast in den Kölner Partnerstädten Tel Aviv und Bethlehem. Der Besuch findet im Rahmen eines trilateralen Austauschs zwischen dem Heinrich-Heine Gymnasium, Köln, der Irony Hey High School, Tel Aviv, und Talitha Kumi, Bethlehem, statt.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr bereits in Köln kennenlernen konnten, erwartet sie nun ein abwechslungsreiches Programm in Tel Aviv und Bethlehem. Durch tatkräftige Unterstützung der Stadt Tel Aviv haben die israelischen Sicherheitsbehörden den palästinensischen Schülerinnen und Schülern von Talitha Kumi überraschend die Reisegenehmigung erteilt, so dass sie nun einen Tag lang, am 11. März, am gemeinsamen Programm in Tel Aviv teilnehmen können. Trilaterale Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Israel, Palästina und Europa können in der Regel nur außerhalb des Nahen Ostens stattfinden.

Am Donnerstag, 11. März, empfängt Tel Avivs Bürgermeister Nathan Wolloch die Schülerinnen und Schüler aus Bethlehem, Köln und Tel Aviv im Rathaus. In Vertretung von Oberbürgermeister Jürgen Roters wird an diesem Termin Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes teilnehmen und anschließend bis zum 12. März verschiedene politische Gespräche in den Partnerstädten führen.

Köln ist die einzige deutsche Stadt, die städtepartnerschaftliche Kontakte sowohl nach Israel als auch in die palästinensischen Autonomiegebiete unterhält. Die Wiederaufnahme der trilateralen Begegnungen geht auf die Initiative von Bürgermeister Nathan Wolloch zurück. Im November 2006 hatte er eine Kölner Ratsdelegation unter Leitung von Elfi Scho-Antwerpes gebeten, die mit Ausbruch der Zweiten Intifada Ende September 2000 zwischenzeitlich unterbrochenen trilateralen Kontakte wieder aufzunehmen.

Dass sich in Tel Aviv deutsche, israelische und palästinensische Jugendliche persönlich begegnen können, wäre vor kurzem noch undenkbar gewesen,

so Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Und weiter:

Ich danke der Stadt Tel Aviv ausdrücklich dafür, dies möglich gemacht zu haben. Der trilaterale Schüleraustausch unterstreicht die engen freundschaftlichen Beziehungen und das tiefe gegenseitige Vertrauen, das sich zwischen unseren Städten entwickelt hat. Er zeigt auch, dass Städte manchmal schaffen können, woran die internationale Staatengemeinschaft noch immer scheitert, nämlich ein Stück weit zwischenmenschliche Normalität in einer von Konflikten zerrissenen Region zu schaffen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Simone Winkelhog

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