"Wohnen für Hilfe"
Stadt Köln und Universität zu Köln erweitern Projekt der Wohnpartnerschaften
Das Projekt "Wohnen für Hilfe" der Stadt Köln und der Universität zu Köln wird erweitert. Das Vorhaben war 2005 unter Beteiligung der Seniorenvertretung der Stadt Köln ins Leben gerufen worden. Ursprünglich waren allein Seniorinnen und Senioren angesprochen, Studierenden Wohnraum anzubieten und dafür Hilfe zu bekommen. Ab sofort wird das Projekt unter der Bezeichnung "Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschaften in Köln" auch geöffnet für Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung und ältere Paare. Das längerfristig angelegte Projekt ist damit für Studierende eine interessante Wohnalternative.
Von der Wohnpartnerschaft profitieren beide Seiten. Für die kostenlose Unterkunft bieten die Studentinnen und Studenten ihre Hilfe an. Das können Haushaltstätigkeiten sein, Gartenarbeit, Einkaufen, Heimwerkern, Hilfestellung bei PC und Internet, Begleitung bei Arztbesuchen, Vermitteln einer Fremdsprache, Gesellschaft leisten, Kinderbetreuung, Versorgen von Tieren und Pflanzen oder das Haus hüten während der Urlaubszeit. Pflegerische Leistungen sind aber ausgeschlossen. Als Faustregel vereinbaren die Wohnpartnerschaften eine Stunde Hilfe im Monat pro Quadratmeter zur Verfügung gestellter Wohnfläche. Die üblichen Nebenkosten, wie Strom, Wasser und Heizung, werden von den Studierenden entrichtet.
Wichtig für das Gelingen der Wohnpartnerschaft ist auf beiden Seiten Zuverlässigkeit, Offenheit, Vertrauen und Toleranz. "Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschaften in Köln" ist ein Projekt, das gesellschaftliche Bedeutung entfaltet im Hinblick auf die demographische Entwicklung, den Generationenaustausch, die Solidarität, die gegenseitige Hilfe, die Integration und die Teilhabe verschiedener Personengruppen. Es beugt der Ausgrenzung vor.
Die Vermittlung übernimmt ein Projektteam der Universität zu Köln, das auch bei vertraglichen Regelungen berät. Die Diplompädagoginnen Heike Bermond und Sandra Wiegeler sind für interessierte Wohnraumanbieter und Studierende in den Räumen der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln erreichbar. Eine Gebühr für die Vermittlung und Begleitung fällt nicht an. Der Kontakt wird per E-Mail an oder unter der Telefonnummer 0221 / 470-7933 hergestellt.
