Montag, 08. 02. 2010, 16:02 Uhr

"Für Demokratie - gegen Extremismus"

Fachleute kamen auf Tagung von Stadt Köln und Landesinnenministerium zusammen

Über 150 Expertinnen und Experten haben am heutigen 8. Februar 2010 auf der Fachtagung "Für Demokratie - gegen Extremismus" über Strategien zur Bekämpfung des Rechtsextremismus diskutiert. Die Konferenz mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Initiativen war von dem nordrhein-westfälischen Innenminister Dr. Ingo Wolf und Oberbürgermeister Jürgen Roters im Kölner Rathaus eröffnet worden.

Im Rahmen einer Talkrunde, moderiert von der Journalistin Ferdos Forudastan, verglich Burkhard Freier vom Verfassungsschutz NRW rechtsextreme Organisationen in Köln mit anderen Gruppierungen in Nordrhein-Westfalen. Andreas Kossiski vom Bündnis "Köln stellt sich quer" stellte beispielhaft die verschiedenen Kölner Aktivitäten für Demokratie vor.

In zehn Workshops zu unterschiedlichen Themen - von Schule über Jugendarbeit bis zur Tätigkeit in Rat und in Gremien - diskutierten die Expertinnen und Experten, welche Konzepte gegen Rechtsextremismus Erfolg versprechen, wo das Engagement intensiviert werden und wo die Zusammenarbeit in Köln noch besser werden muss.

Parteien wie die NPD oder pro NRW greifen Themen wie Globalisierung und Hartz IV auf, um fremden- und demokratiefeindliche Einstellungen unter dem Deckmantel des "Sich Kümmerns" vor Ort in die Gesellschaft zu transportieren und Ängste bei Bürgerinnen und Bürger zu schüren,

warnte der Innenminister.

Die Präsenz in den Räten und Kreistagen sei für solche Gruppierungen ein erster Schritt, ihre menschenverachtende Propaganda ins Land zu tragen.

Dies müssen wir Demokraten gemeinsam verhindern. Die Tagung ist daher ein Signal, dass alle - Staat, Kommune und Zivilgesellschaft - zusammen stehen, um dem Rechtsextremismus konsequent entgegenzutreten.

Oberbürgermeister Roters freut sich über den Erfolg der Tagung:

Demokratie ist kein Zustand, der sich von alleine einstellt. Sie muss immer wieder mit Leben gefüllt werden! Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung können die verschiedenen demokratischen Akteure nur in Zusammenarbeit bewältigen. Auf das bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich ist die Stadt Köln dringend angewiesen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stefan Palm

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