Mittwoch, 3. 02. 2010, 13:51 Uhr

Museum Ludwig liegt weiterhin vorn

Mehr als 840.000 Kunstinteressierte besuchten 2009 die Museen der Stadt Köln

Zufrieden mit den Besucherzahlen in den städtischen Museen zeigt sich die Kölner Kulturverwaltung. In die neun Häuser kamen im vergangenen Jahr exakt 843.305 Kunstinteressierte. Gegenüber 2008 mit 999.874 Besucherinnen und Besuchern ging die Zahl zwar zurück, im Vergleich zu 2007 mit 838.645 Eintrittskarten bedeutet sie dagegen einen Anstieg. Die rückläufige Entwicklung im Vorjahr ist teilweise darauf zurückzuführen, dass das Rautenstrauch-Joest-Museum wegen des Umzugs in den Neubau zurzeit geschlossen ist. Außerdem war das Museum Schnütgen wegen Sanierungsarbeiten und Umzugsvorbereitungen 2009 ebenfalls nicht durchgängig für das Publikum geöffnet und konnte keine Sonderausstellungen zeigen. 

Den Spitzenplatz in der Publikumsgunst nahm 2009 wie bereits in den Vorjahren das Museum Ludwig mit knapp 248.000 Besucherinnen und Besuchern ein, gefolgt vom Römisch-Germanischen Museum mit knapp 168.000 und dem Wallraf-Richartz-Museum mit mehr als 161.000. Besonders positiv entwickelten sich die Zahlen im Museum für Angewandte Kunst, die sich von gut 27.000 im Jahr 2007 auf mehr als 47.500 im Jahr 2008 und knapp 54.000 im Jahr 2009 deutlich steigerten. Ebenfalls beachtlich zugelegt hat die Archäologische Zone mit gut 80.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2009, verglichen mit 74.000 im Jahr 2008 und 54.600 im Jahr 2007.

Besucherstatistik

 Monat Jahr 2007Jahr 2008Jahr 2009
Januar59.50475.448103.224
Februar51.73655.56849.376
März65.767126.30163.111
April54.44682.27466.651
Mai92.619107.79881.654
Juni61.85182.29772.060
Juli57.14158.05660.553
August58.24562.50161.732
September63.04057.10658.332
Oktober66.68579.24674.743
November93.009134.45382.269
Dezember69.06478.82669.600
Summe838.645999.874843.305

Großen Zuspruch fand der auf Beschluss des Rates der Stadt Köln am 2. April 2009 eingeführte KölnTag. Seitdem erhalten alle Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln an jedem ersten Donnerstag im Monat freien Eintritt in die Ständigen Sammlungen der städtischen Museen. Im Schnitt besuchten an den KölnTagen jeweils 5.000 Kölnerinnen und Kölner bei freiem Eintritt die Häuser. Mit diesem Angebot konnten die städtischen Museen neue Zielgruppen erreichen, da es vor allem Menschen anspricht, die bisher auf einen Museumsbesuch verzichtet haben, teilweise auch deshalb, weil sie sich den Eintritt nicht leisten konnten oder wollten.

Im Jahr 2010 erwarten die Museen der Stadt Köln trotz der gesamtwirtschaftlich angespannten Lage und den Einsparungen im städtischen Haushalt wegen besonders attraktiver Sonderausstellungen einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen. Zu den Höhepunkten zählen

  • "Meissen" im Museum für Angewandte Kunst (noch bis 25. April)
  • "Bhutan" im Museum für Ostasiatische Kunst (20. Februar bis 23. Mai)
  • die große Archäologie-Landesausstellung "Fundgeschichten" im Römisch-Germanischen Museum (19. März bis 14. November)
  • die Impressionismus-Ausstellung "Liebermann, Slevogt und Corinth" im Wallraf-Richartz-Museum (30. April bis 1. August)
  • die Familienausstellung "150 Jahre Kölner Zoo" im Kölnischen Stadtmuseum (28. Mai bis 5. September)
  • und die große Roy-Lichtenstein-Ausstellung im Museum Ludwig (2. Juli bis 3. Oktober).

Hinter den Kulissen laufen außerdem die Vorbereitungen für das Großereignis des Jahres auf Hochtouren: Der Neubau des Rautenstrauch-Joest-Museums und des Museum Schnütgen eröffnet im Sommer. Bei der Eröffnungsausstellung "Afropolis", die Ende des Jahres beginnt, rechnet die Kulturverwaltung mit großem Andrang.

Museen der Stadt Köln 
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stefan Palm

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