Neujahrstreffen des Kölner Bündnisses für Familien
Oberbürgermeister fordert: "Gesellschaftliche Kräfte müssen gemeinsam für Familien in Köln eintreten"
Am Freitag, 29. Januar, fand im Haus der Evangelischen Kirche das Neujahrstreffen des Kölner Bündnisses für Familien statt. Oberbürgermeister Jürgen Roters, Vorsitzender des Kuratoriums, dankte allen Mitgliedern und Unterstützern des Bündnisses für ihr Engagement und betonte, man brauche in Köln ein Bündnis für Familien, das aktiv und engagiert von der Stadtgesellschaft getragen werde und ein großes Netzwerk bilde. Hierfür müssten sich sämtliche gesellschaftlichen Kräfte sammeln und gemeinsam für die Sache der Familien in dieser Stadt eintreten.
Nur in einer Stadt, in der Familien mit Kindern willkommen sind und familienfreundliche Rahmenbedingungen herrschen, werden sich junge Frauen und Männer dazu entschließen, selbst Familien zu gründen.
so Roters. Und weiter:
Familienfreundlichkeit geht alle an und ist auch ein bedeutender Standortfaktor, wenn es etwa um die Ansiedlung neuer Unternehmen oder um die Anwerbung von qualifizierten Arbeitskräften geht.
Er forderte, Köln müsse noch familienfreundlicher werden:
Der quantitativen Verbesserung der Unterdreijährigenbetreuung und des Offenen Ganztagsschulbetriebs messe ich einen hohen Stellenwert bei. Und auch der Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung in den Einrichtungen kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Schlüsselrolle zu. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass trotz der großen Sparzwänge der Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder in Tagespflegestellen, Kindertagesstätten, offenen Ganztagsgrundschulen und Ganztagsschulen wie geplant fortgesetzt wird.
Roters weiter:
Wir müssen Kindern eine stärkere Wertschätzung entgegenbringen. Fast jedes vierte Kind in Köln lebt in materieller Armut, was insbesondere Auswirkungen auf die Bildungschancen und die gesundheitliche Situation hat. Kinder sind unsere wichtigste Ressource. Wir müssen stärker in ihre und damit auch in unsere Zukunft investieren.
Das Kölner Bündnis für Familien setzt sich für Familien- und Kinderfreundlichkeit ein und will so dem Problem des Geburtenrückgangs entgegensteuern. Es rückt die Situation der Familien in den Mittelpunkt des politischen und gesellschaftlichen Interesses, um dem Lebensmodell Familie zu neuer Attraktivität zu verhelfen. Dem Koordinierungskreis des Bündnisses gehören an: Arbeitgeber Köln, Bundeswehr am Standort Köln, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Köln-Leverkusen-Erft-Berg, Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Handwerkskammer zu Köln, Industrie- und Handelskammer zu Köln, Katholisches Stadtdekanat, Liga der Wohlfahrtsverbände und Vertreter der Arbeitskreise "Familie", "Kölner Behörden", "Kölner Hochschulen" und "Wirtschaft". Partner des Koordinierungskreises sind die Agentur für Arbeit, die RheinEnergieStiftung Familie und die Sparkasse KölnBonn.
In seiner heutigen Sitzung beschloss das Kuratorium, dass die Kölner Hochschulen im Kuratorium vertreten sein sollen. Oberbürgermeister Jürgen Roters begrüßte Professorin Dr. Angelika Nußberger, Prorektorin für akademische Karriere, Diversität und Internationales der Universität zu Köln, als neues Kuratoriumsmitglied.
Die Kuratoren beschäftigten sich heute auch mit der Frage, wie man Familien mit Migrationshintergrund künftig besser in die Netzwerkarbeit einbinden könne. Es wurde vereinbart, das Thema "Familie" in den Kölner Rat der Religionen einzubringen.
