Freitag, 06. 11. 2009, 16:03 Uhr

Auftakt zur Karnevalssession 2009/2010

Stadt und Sicherheitspartner stellen ihre Vorbereitungen auf den 11.11. vor

Am kommenden Mittwoch, 11. November 2009, startet für viele tausend Karnevalistinnen und Karnevalisten wieder die fünfte Jahreszeit. Wie in den Vorjahren wird auch dann wieder mit einem Ansturm von Jecken in den Kölner Kneipen und auf den Straßen in der Innenstadt, insbesondere in der Kölner Altstadt und rund um die Zülpicher Straße, zu rechnen sein. Die offizielle Sessionseröffnung findet ab 11:11 Uhr wieder auf dem Heumarkt statt. Das Bühnenprogramm wird auch auf großen Videowänden auf dem Alter Markt und dem Gürzenichvorplatz gezeigt.

Parkhäuser bleiben erreichbar - Straßensperrungen sind möglich

Wegen des zu erwartenden Besucherandrangs rät die Stadt Köln allen Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt, Busse und Bahnen zu nutzen oder in der Kombination Auto, Bahn und Bus die Park-and-ride-Plätze am Stadtrand in Anspruch zu nehmen. Alle Parkhäuser und Tiefgaragen in der Innenstadt bleiben auch am 11. November erreichbar. Um Konflikte zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Autofahrerinnen und Autofahrern zu vermeiden, kann es allerdings zu vorübergehenden Sperrungen kommen.

Insbesondere an den folgenden Stellen in der Innenstadt werden je nach Verkehrs- beziehungsweise Besucheraufkommen im Bedarfsfall Sperrungen eingerichtet:

  • Deutzer Brücke in Fahrtrichtung stadteinwärts
  • Unmittelbare Zufahrten zum Heumarkt sowie zur Gürzenichstraße
  • Überfahrt von der Trankgasse zu Am Domhof
  • Kurt-Hackenberg-Platz und Am Hof zwischen Sporergasse und Bechergasse
  • Unter Goldschmied in Höhe Kleine Budengasse und Obenmarspforten
  • Portalsgasse
  • Obenmarspforten in Höhe Unter Goldschmied
  • Quatermarkt in Höhe Gürzenich in Richtung Dom
  • Bolzengasse
  • Gürzenichstraße zwischen Große Sandkaul und Heumarkt
  • Markmannsgasse in Richtung Heumarkt/Augustinerstraße ab Ein- beziehungsweise Ausfahrt der Tiefgarage Heumarkt
  • Querspange unter dem Hotel Maritim in Richtung Heumarkt
  • Rechtsabbiegerspur der Rheinuferstraße/Am Leystapel (rechte Fahrbahn) in Fahrtrichtung Heumarkt
  • Sperrung des Linksabbiegers Heumarkt aus Richtung Am Malzbüchel kommend in Richtung Querspange
  • Abbiegespur Deutzer Brücke/Augustinerstraße in Fahrtrichtung Markmannsgasse
  • Zülpicher Straße zwischen Hohenstaufenring und Dasselstraße/Moselstraße
  • Roonstraße zwischen Barbarossaplatz und Rathenauplatz.

Ausführlich sind die Informationen zum Verkehr auch auf der städtischen Internetseite abrufbar.

Stadt und Sicherheitspartner sind vorbereitet

Erfahrungsgemäß wird die ausgelassene Stimmung auf den Straßen auch von Gefahren für die allgemeine Sicherheit und Ordnung begleitet, die sich aus großem Gedränge an Engpässen, durch stark alkoholisierte Personen, durch zerbrochenes Glas und durch zum Teil erhebliche Verschmutzungen der Straßen ergeben. Für die Stadt Köln und ihre Sicherheitspartner stellt darum der 11. November immer einen Einsatzschwerpunkt dar. Wie in den Vorjahren arbeiten die entsprechenden Stellen auch in der bevorstehenden Karnevalssession im Hinblick auf Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit eng zusammen, um den zahlreichen Kölnerinnen und Kölnern und den Gästen ein gefahrloses Feiern zu ermöglichen.

Ordnungs- und Verkehrsdienst ist verstärkt im Einsatz

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln wird am 11. November vorwiegend in der Kölner Altstadt und rund um die Zülpicher Straße präsent sein. Auf der Zülpicher Straße und in den angrenzenden Straßen werden vom 11. November, 0 Uhr, bis 12. November, 6 Uhr, Halteverbote eingerichtet. Hierdurch sollen zusätzliche Freiflächen geschaffen werden, um gefährlichen Situationen, die durch zu viel Enge in den Straßen entstehen können, entgegenzuwirken. Außerdem soll damit erreicht werden, dass die Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe in diesem Bereich so lange wie möglich planmäßig fahren können.

Der Verkehrsdienst der Stadt Köln wird die eingerichteten Halteverbote ständig überwachen. Sofern die Halterinnen oder Halter falsch geparkter Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe wohnen, wird versucht, sie zu erreichen, damit die Fahrzeuge weggefahren werden können. Andernfalls müssen falsch geparkte Fahrzeuge abgeschleppt werden. Der Verkehrsdienst wird die Anwohnerinnen und Anwohner einige Tage vorher über alternative Parkmöglichkeiten, wie zum Beispiel den Parkplatz Universitätsstraße/Greinstraße oder den Parkplatz am Uni-Center, informieren.

Toilettenhäuschen und Glascontainer

Wie in den Vorjahren stehen erneut zahlreiche legale Möglichkeiten zur Verrichtung der Notdurft zur Verfügung. Dazu gehören Toilettenwagen und Toilettencontainer sowie kostenlose Toilettenhäuschen und Urinalrinnen. Zusätzlich zu den vom Veranstalter in der Altstadt aufgestellten Anlagen finden die Jecken weitere Toilettenhäuschen: Denn mit jeder Genehmigung eines Gastro-Standes ist die Verpflichtung der Betreiberin oder des Betreibers verbunden, ein Toilettenhäuschen aufzustellen. Im Bereich der Zülpicher Straße wird es einen

Toilettenwagen am Zülpicher Platz, 30 Toilettenhäuschen auf der Zülpicher Straße sowie zwei Urinalrinnen geben.

Im Bereich von Rheinufer und Rheingarten werden fünf zusätzliche Glascontainer aufgestellt, um das Verletzungsrisiko durch herumliegendes Glas und die Möglichkeit, Flaschen als Wurfgeschosse zu verwenden, einzudämmen.

Jugendschutzkontrollen - Auflagen für Verkäuferinnen und Verkäufer

Einsatzschwerpunkte des Ordnungsdienstes im Bereich der Altstadt und der Zülpicher Straße sind die Themen Jugendschutz und Sauberkeit. Dazu werden alle verfügbaren Kräfte im Einsatz sein. Die Jugendschutzkontrollen beginnen bereits am frühen Morgen des 11. November mit der persönlichen Ansprache der Kioskbetreiberinnen und -betreiber im Bereich Altstadt und Barbarossaplatz. Diese werden dabei nachdrücklich auf die geltenden Bestimmungen zum Jugendschutz hingewiesen. Kioske und Gaststätten, die gegen die Regelungen des Jugendschutzgesetzes verstoßen, müssen nicht nur mit empfindlichen Bußgeldern, sondern auch mit weiteren gaststättenrechtlichen Konsequenzen bis hin zum Entzug der Konzession rechnen.

Im Verlauf des Tages werden mehrere Einsatzteams schwerpunktmäßig auf die Einhaltung des Jugendschutzes achten und dabei insbesondere die in der Vergangenheit von Jugendlichen besonders frequentierten Bereiche im Auge behalten.

Das Ordnungsamt der Stadt Köln erteilt den Verkäuferinnen und Verkäufern zur Einhaltung von Sicherheit und Sauberkeit für den 11. November zudem zahlreiche Auflagen: So ist der Ausschank beziehungsweise der Verkauf von Spirituosen und spirituosenhaltigen Getränken an sämtlichen von der Stadt Köln genehmigten Verkaufständen auf öffentlichem Straßenland untersagt. Ebenso sind wie im Vorjahr der Verkauf von Flaschen sowie die Verwendung von Getränkegläsern an diesen Ständen verboten. Dies betrifft auch die Verkaufsstände des Veranstalters der offiziellen Sessionseröffnung auf dem Heumarkt.

"Keine Kurzen für Kurze" - Plakataktion im Stadtgebiet

Die Stadt Köln ist Kooperationspartner der vor einigen Jahren eingeführten Kampagne "Keine Kurzen für Kurze - gemeinsam gegen die Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendliche". Der Appell richtet sich an die Gewerbetreibenden und an die Öffentlichkeit. Mit Plakaten, die auf die Aktion hinweisen, wird derzeit wieder in 230 Stadtinformationsanlagen im gesamten Stadtgebiet hingewiesen, etwa 800 so genannte Mini-Poster hängen in den Linien der Kölner Verkehrs-Betriebe.

Allerdings bereitet dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln das so genannte "Binge Drinking" unter Jugendlichen, Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken in einer Trinksituation, insbesondere an den Karnevalstagen, nach wie vor Sorge. Die Kölner Studie der Katholischen Hochschule NRW aus 2008 berichtet: 21 Prozent aller befragten Schülerinnen und Schüler geben an, schon einmal einen Alkoholrausch aufgrund von "Binge Drinking" gehabt zu haben. In den Jahrgangsstufen 11 und 12 sind es 39 Prozent. Die Zahlen auf Bundesebene bestätigen dieses Konsumverhalten.

Streetworker sprechen Jugendliche direkt an

Im Rahmen der stadtweiten Kampagne "Keine Kurzen für Kurze" sind am 11. November ab 12 Uhr acht Streetworker in vier Teams im Rheingarten, in der Altstadt und in Hauptbahnhofnähe im Einsatz. Die Aktion erfolgt durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt und in Abstimmung mit der Polizei Köln und dem städtischen Ordnungsdienst.

Die Arbeit der Streetworker verfolgt das Ziel der Deeskalation unter Jugendlichen durch frühzeitiges Eingreifen. Sie sollen Ansprechpartner sein für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, insbesondere wenn es um übersteigerten Alkohol- oder Drogenkonsum, um Erschöpfungszustände, Diebstähle oder Raub geht. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, in Fällen von Alkoholmissbrauch den Rettungsdienst zu benachrichtigen. Zur besseren Erkennbarkeit tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Westen mit dem Aufdruck "Streetwork".

Auch die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen, die einer dringenden Gefahr ausgesetzt sind, gehört zu den Aufgaben des Jugendamtes. Diese Aufgabe wird von Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) der Stadt Köln wahrgenommen. Ihnen stehen spezielle Aufnahmeeinrichtungen zur Verfügung. Um in dringenden Fällen schnell entscheiden und handeln zu können, sind am 11. November vier Fachkräfte vor Ort im Einsatz.

Feuerwehr und Hilfsorganisationen verstärkt unterwegs

Die Feuerwehr Köln als Trägerin des Rettungsdienstes in Köln rechnet auch in diesem Jahr mit steigenden Einsatzzahlen. Aus diesem Grunde wird der Rettungsdienst am 11. November wieder erheblich verstärkt. Insbesondere werden von den Kölner Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD zahlreiche lokale Unfallhilfsstellen eingerichtet und mobile Helferinnen und Helfer an den Veranstaltungsschwerpunkten präsent sein. Auch die Anzahl der Rettungsfahrzeuge im Bereich der Innenstadt wird tageszeitabhängig um mehr als das Doppelte aufgestockt. Die zusätzlichen Rettungsfahrzeuge werden sowohl von der Feuerwehr Köln als auch von den Kölner Hilfsorganisationen gestellt.

Die Feuerwehr Köln überwacht und koordiniert alle Maßnahmen mit einer lokalen Einsatzleitung. Die Leitstelle der Feuerwehr wird personell ebenfalls für das zu erwartende erhöhte Einsatzaufkommen verstärkt, in die exakte Bemessung fließen die Erfahrungen der letzten Jahre ein. Ein besonderes Augenmerk wird der Rettungsdienst auf jugendliche Patienten richten. Ebenso bereiten sich die Kliniken im Innenstadtbereich auf einen Ansturm vor allem in den Abendstunden vor.

Abfallwirtschaftsbetriebe Köln sorgen für Sauberkeit

Die Straßenreinigung der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) sorgt zur Eröffnung des Straßenkarnevals von morgens 10 Uhr bis etwa 3 Uhr in der Nacht in mehreren Schichten für ein sauberes Köln. Die AWB setzen rund 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit zehn Kolonnenwagen, zehn Kehrmaschinen und zusätzliche Spezialfahrzeuge wie Müllsauger und Straßenwaschwagen zur Straßenreinigung ein.

Die Einsatzschwerpunkte werden die Altstadt und das Rheinufer sowie der Bereich Zülpicher Straße/Kyffhäuserstraße und die Ringe sein. Die Reinigungseinsätze erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und dem städtischen Ordnungsamt. Mit Beginn der Veranstaltung in den Morgenstunden des 11. November werden die Reinigungstrupps zunächst im Bereich Alter Markt, Heumarkt und Rheinufer sowie auf der Zülpicher Straße ihre Arbeit aufnehmen. Hinzu kommt eine begleitende Reinigung in der Umgebung der Veranstaltungsorte.

Mit der Reinigung von Alter Markt und Heumarkt wird sukzessiv nach Veranstaltungsende begonnen. In der Nacht zum 12. November werden hauptsächlich die verkehrssicherheitsrelevanten Bereiche gesäubert. Die Endreinigung findet am 12. November von 6 bis 12 Uhr statt. Im Einsatz sind dann zusätzlich etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sechs Kehrmaschinen und mehreren Spezialfahrzeuge.

Karneval ohne Stau 
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jürgen Müllenberg

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