Messungen und Bodenerkundungen rund um die Uhr
Beschleunigung der Haltestelle Heumarkt wird geprüft - Bis Ende Mai oberirdische Archivalien geborgen
Die Kölner Berufsfeuerwehr schätzt, dass bis Ende Mai alle Archivalien, die außerhalb des Grundwassers liegen, geborgen werden können. Am vergangenen Wochenende konnte ein Keller des zusammengebrochenen Historischen Archivs weitestgehend intakt geöffnet und mit der Bergung der unbeschädigten Archivalien begonnen werden.
Bisher hat die Feuerwehr über 5.600 Tonnen Schutt aus der Baustelle Severinstraße abgefahren. Das umfangreiche 24-Stunden Messsystem auf der Unglückstelle und insbesondere in der benachbarten Bebauung sowie die umfangreichen Bodenkontrollen zeigen keinerlei Warnmeldungen. Das teilte die Berufsfeuerwehr dem Koordinierungsstab "Unglück Waidmarkt" in seiner letzten Sitzung mit.
Die von Oberbürgermeister Fritz Schramma beauftragten Sachverständigen haben nach ihren Bestandsaufnahmen verschiedener Haltestellen inzwischen auch die Beschleunigungskonzepte für die unterirdischen Bauwerke und die Haltestellen Bechergasse, Severinstraße, Chlodwigplatz und Bonner Wall überprüft.
Für keine der unterirdischen Baumaßnahmen empfehlen die Sachverständigen eine äußerst kostenintensive Beschleunigung der Baumaßnahmen, da teilweise der Zeitgewinn nur bei zwei Wochen liegt und keine Sicherheitsbedenken geltend gemacht werden.
Das Beschleunigungsprogramm für den Heumarkt wird derzeit von den Experten überprüft. Oberbürgermeister Schramma hat parallel dazu die Kölner Verkehrs-Betriebe und die städtische Verkehrslenkung beauftragt, gemeinsam eine eventuelle Beschleunigung der Baumaßnahmen am Heumarkt auf die verkehrlichen Eckbedingungen zu prüfen. Die Ergebnisse dazu sollen nächste Woche vorliegen.
70 Prozent aller Geschädigten im Umfeld des Historischen Stadtarchivs sind inzwischen mit neuen Wohnungen versorgt, 21 Personen wohnen derzeit noch im Hotel.
