Freitag, 27. 03. 2009, 11:23 Uhr

U 25-Konferenz: Lokales Büro in Chorweiler als wichtiger Meilenstein

Modellprojekt vor Ort soll Jugendlichen vielfältige Hilfe aus einer Hand bieten

Viele Jugendliche haben vielfältige Probleme, die gerade im Übergang von Schule in den Beruf deutlich werden. Den richtigen Ansprechpartner zu finden, um diese Probleme anzugehen, fällt ihnen schwer. Und so sind die Hürden auf ihrem Weg ins Berufsleben hoch. In Chorweiler wird sich künftig das lokale Büro „Die Chance" ihrer annehmen. Dort bekommen die Jugendlichen vor Ort künftig Hilfe aus einer Hand.

Im Handwerkerhof am Athener Ring soll das zunächst auf zwei Jahre angelegte Modellprojekt im April seine Türe öffnen. Im Büro werden Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und der ARGE Köln für die jungen Leute als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Senioren, dem Jugendamt und dem Gesundheitsamt nach Lösungen suchen.

Oberbürgermeister Fritz Schramma begrüßt dieses neue Projekt in Chorweiler:

Schule, Arbeit und Beruf sind zentrale Integrationsinstanzen unserer Gesellschaft. Das neue Projekt ist ein weiterer Baustein in Köln, um Jugendlichen ohne weitere Hürden auf dem nicht immer einfachen Weg von der Schule in den Beruf zu helfen und einen möglichst reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Das lokale Büro ‚Die Chance' soll für die Jugendlichen in Chorweiler präsent sein, ähnlich wie es in der Innenstadt das neue gemeinsame Büro als Anlauf- und Beratungsstelle für Jugendliche im Mediapark ist, in dem Stadt, Bezirksregierung und Agentur für Arbeit Hand in Hand zusammenarbeiten.

Ausbildung ist der Schlüssel zur Zukunft,

sagt Agenturchef Peter Welters.

Ich bin zuversichtlich, dass das Büro ‚Die Chance' vielen Jugendlichen helfen wird, die Hürden auf dem Weg dorthin zu überspringen.

Marlis Bredehorst, Sozialdezernentin der Stadt Köln, sieht einen wichtigen Meilenstein in der Betreuung von Jugendlichen:

Das Modellprojekt ist eine neuartige Form der Zusammenarbeit von verschiedenen Instanzen, um die Wirksamkeit des bestehenden Beratungs- und Unterstützungssystems deutlich zu verbessern. Ich wünsche mir, dass dadurch künftig nicht mehr so viele Jugendliche durchs Raster fallen.

Im Blickpunkt des lokalen Büros in Chorweiler stehen insbesondere die Jugendlichen, die sich schwer tun, von der Schule in eine Ausbildung zu wechseln. Die Mitarbeiter der „Chance" stehen den jungen Menschen bereits in der Schule zur Seite. Im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes werden auch Hilfen organisiert, welche die Bereiche Familie, Wohnen oder Gesundheit betreffen. So unterstützen die Mitarbeiter der „Chance" die Jugendlichen nicht nur bei der Lehrstellensuche, sondern sie haben auch die Funktion eines Lotsen und Türöffners bei Institutionen wie dem Jugendamt oder auch dem Gesundheitsamt.

Die Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Arbeit des Büros werden ausgewertet und daraufhin überprüft, ob und inwieweit sie stadtweit übertragen werden können.

Konzipiert wurde das lokale Büro „Die Chance" von der U 25-Konferenz, einem breiten Bündnis gegen Jugendarbeitslosigkeit. Ihr gehören das Schulamt, das Schulverwaltungsamt, das Jugendamt, das Gesundheitsamt, das Amt für Wirtschaftsförderung und das Sozialamt der Stadt an, ferner die Arbeitsagentur und die ARGE Köln. Weitere Teilnehmer sind der Arbeitskreis Berufliche Bildung in der Region Köln, der Arbeitgeberverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Wohlfahrtsverbände und das Konsortium Kölner Beschäftigungsträger.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jörg Wehner

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